Deeskalationstraining

"Gewalt am Arbeitsplatz"

Nonverbale Kommunikation

Der Ausdruck der Emotion erfolgt über nonverbale Kanäle. Es ist daher nützlich, Menschen auf diese Signale hin zu beobachten, aber auch selber richtige Signale zu senden. Das Sprechen sollte immer von kongruenten nonverbalen Signalen gestützt werden. Dabei sind mehrere Bereiche zu unterscheiden:

Augen als Kommunikationsmittel

Mit den Augen werden auch nonverbale Signale gesendet. Das Ausmaž der Blickkontakte spielt eine wichtige Rolle. Wird ein Gegenüber angestarrt, kann es als Bedrohung aufgefasst werden. Wenn jemand kaum angeschaut wird, kann der Eindruck entstehen, dass das Gegenüber nicht interessiert ist und auch nicht zuhört. Es muss folglich das richtige Maž gefunden werden. Daher wird empfohlen, einen Augenkontakt herzustellen, ohne zu starren.

Sprechweise berücksichtigen

Sprechtempo, Sprachrhythmus, Lautstärke und Tonhöhe können eskalierend und deeskalierend wirken. Eine hektische und laute Stimme kann erregend wirken, wohingegen eine leisere und tiefere Stimme als die des Aggressors entspannend wirken kann.

Körpersprache

Der Empfänger und der Sender gleichen sich in ihren Bewegungsmustern aneinander an. Es ist also hilfreich, wenn eine entspannte Körperhaltung eingenommen wird, da die Wahrscheinlichkeit steigt, dass diese vom Gegenüber ebenfalls angenommen wird. Hektische Bewegungen (könnten als Bedrohung aufgefasst werden) und angespannte Gesichtszüge sind deshalb unbedingt zu vermeiden. Eine unbedrohliche (neutrale) Körperhaltung sollte eingenommen werden (z.B. Hände gut sichtbar und seitlich am Körper halten)

Berührungen und Körperkontakt

Die Akzeptanz von Berührungen ist vom Ausmaž der Erregung abhängig. In emotional gespannten Situationen sollte jeglicher Körperkontakt unterlassen werden, da dieser als Aggression oder als Angriff gewertet werden könnte.

Körperliche Nähe und Distanz flexibel einsetzen

In aggressiv gespannten Situationen sollte man sich immer aužerhalb der unmittelbaren Schlagdistanz befinden und darauf achten, dass sich z.B. ein Tisch als Barriere zwischen dem Klienten und dem Pädagogen befindet. Dem Klienten sollte nie der Rücken zugedreht werden, um immer sehen zu können, was er macht. Ein gut sichtbares Nähern verringert die Wahrscheinlichkeit eines bedrohlichen Eindruckes.122

Sicherheitsabstand

Der Sicherheitsabstand (persönliche Distanzzone) ist kulturell und individuell festgelegt. Die persönliche Distanzzone lässt sich auf ca. 60 cm festlegen. Der räumliche Abstand zwischen den Kommunikationspartnern sollte ausreichend groß sein, da jegliches Eindringen in die Distanzzone als Bedrohung aufgefasst werden kann.123

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